08. April 2021

Hindol Deb „Essence of Duality“


Hindol Deb – Sitar, Stimme

Clemens Orth – Piano 

Christian Ramond – Kontrabass

Jens Düppe – Schlagzeug

„Essence Of Duality“ erforscht und überschreitet die Grenzen von Jazz und klassischer indischer Musik und stellt eine ästhetische Verbindung zwischen ihnen her.Hindol Deb studierte klassische indische Musik und Jazz, er sammelte Erfahrungen in Jam-Sessions und in diversen Musikgruppen. Aus diesen Erfahrungen hat er einen neuen Kompositionsstil entwickelt, in dem sich beide Genres auf Augenhöhe begegnen.So verwendet Hindol Deb polyrhythmische Strukturen und Modi, die der indischen klassischen Musik ähneln, und wählt Instrumentierung, Harmonisierung und Improvisation, die aus der Sprache des Jazz kommen.

Seine Musik ist ein Konsequenz der Migration nach Deutschland und des lebendigen Austauschs mit den Menschen und den Musikern hierzulande. Es ist eine Herausforderung, kulturelle und musikalische Unterschiede zu erspüren, seine inneren Grenzen zu überschreiten und neue Sichtweisen zu erarbeiten. Daran möchte er uns teilhaben lassen.

22. April 2021

Kioomars Musayyebi Quartett


Christian Hammer – Gitarre

Erfan Pejhanfar – Tombak

Kioomars Musayyebi – Santur

Nils Imhorst – Kontrabass 

Eine einmalige Besetzung: persisches Hackbrett und Tombak, Gitarre und Kontrabass. Gespielt werden sie von vier Musikern aus ganz verschiedenen Kulturen und Stilen, die in kürzester Zeit musikalisch zusammengewachsen sind. Der Schwerpunkt ihrer Musik liegt auf den Kompositionen des iranischen Santur-Virtuosen Kioomars Musayyebi. Der deutsche Gitarrist Christian Hammer liefert die Arrangements, die von Nils Imhorst am Bass und dem persischen Perkussionisten Erfan Pejhanfar energisch umgesetzt werden. Souverän lässt Kioomars Musayyebi dazu die dünnen Holzschlegel über das persische Hackbrett Santur fliegen. 

        Kioomars Musayyebi ist stets auf der Suche nach Menschen, die sich mit ihm in Grenzbereiche wagen. Gemeinsam ziehen sie Kraft und Kreativität aus der Fähigkeit, einander wirklich zuzuhören und im echten Miteinander Neues zu kreieren. 

06. Mai 2021

Berlin Oriental Quartet 


Wassim Mukdad – Oud

Alexey Kochetkov – Violine

Or Rozenfeld – Kontrabass

Peter Kuhnsch – Perkussion

Vier Virtuosen aus Berlin denken Klassik neu und feiern ein interkulturelles Fest der Musiken aus Orient und Okzident. Die Musiker des Quartettes kommen aus unterschiedlichen Kulturen und Hintergründen. Trotz ihrer multinationalen Besetzung wollen sie aber keine Nationen präsentieren und nennen sich Erdlinge, die Bewohner der Erde. Ihre Identität erwächst aus der Musik als einer Sprache ohne Wörter. Sie soll Menschen einander näher bringen und sie auf emotionaler Ebene miteinander verbinden. Orient und Okzident sind dabei nur die Quelle der Inspiration. Das Ziel ist ein interkultureller Dialog und ein friedliches Zusammenleben. 

        Berlin Oriental Quartet, ein neues, spannendes Ensemble, das sich zum Ziel setzt, die arabisch-orientalische Musik durch den Spiegel der multikulturellen Stadt Berlin zu beobachten. Oud, Geige, Kontrabass und Perkussion werden zu neuer Klassik und nah-östliche Klänge mit Einflüssen von Jazz, Rock und Elektronika zum neuen Standard der grenzenlosen Welt, die die Musiker des Quartetts erschaffen wollen.

13. Mai 2021

Euromenia Projekt


Lilit Tonoyan – Violine, Viola 

Davit Melkonyan – Violoncello

Alex Gunia– Live Elektronik

Mit der in Jerewan/Armenien geborenen und aufgewachsenen Violinistin Lilit Tonoyan verbinden sich zwei Musikkulturen auf besondere Weise: Geprägt durch die vielseitige traditionelle Musik ihrer Heimat beschäftigt sich die Künstlerin seit ihrem Studium des abendländischen Musikkanons in Deutschland intensiv mit armenischer Vokal- und Instrumentalmusik. Da es bisher kaum instrumentale Fassungen dieser Werke gibt, hat sie sich der Aufgabe gewidmet, ausgewählte Sakralgesänge des frühen Mittelalters für Violine und Violoncello zu arrangieren. Der Cellist Davit Melkonyan ist dabei ein kongenialer Partner mit sonorem Klang. Sie spielen auf Barockinstrumenten. 

        Als Gegenpool kommt Alex Gunia ins Spiel. Er trat als Assistant Professor an der Musikhochschule in Oslo und durch das  Projekt „300 Acting Spaces“ international in Erscheinung.  Er wird mit Live Sampling und eigenen Klängen Intermezzi gestalten und die Farben des Streichduos fantasievoll elektronisch bereichern.

27. Mai 2021

Northern Orient Project


Markku Ounaskari – Schlagzeug

Didier Francois – Nyckelharpa

Ahmet Bektas – Oud

Andreas Heuser – Gitarre, Baritonvioline

Als einen musikalischen Brückenschlag zwischen den Musikkulturen Skandinaviens, Anatoliens und europäischem Jazz konzipierte der Dortmunder Komponist und Musiker Andreas Heuser das Northern Orient Project. Gemeinsam kreieren sie faszinierende, neu klingende Verbindungen zwischen nordischer Weite und anatolischer Melodik, zwischen Jahrhunderte alten musikalischen Traditionen und zeitgenössischer Improvisation. Sie kombinieren die Nyckelharpa mit der orientalischen Oud, mit vielfältigen Gitarrenklängen und sensiblem Jazzschlagzeug, elektrischer Violine und Percussion – ein Projekt mit viel Freiraum für kreative Interaktion.

        Andreas Heusers Werk und Wirken lassen sich nur schwer in gängige Genreschubladen einordnen. Als studierter Klassikgitarrist, Jazzgitarrist und Geiger mit einer profunden Ausbildung versehen, ist er in seinen Bands und Kompositionen ein musikalischer Brückenbauer zwischen unterschiedlichen Musikkulturen und Stilen.

03.Juni 2021

Syntopia Quartett 


Xu Fengxia – Guzhengs, Stimme

Taiko Saito – Marimba

Kerstin de Witt – Blockflöte

Albrecht Maurer – Violine, Fidel

Sie spüren dem Klang und der Resonanz  ihrer Instrumente nach und schöpfen durch sie innere Kraft.  Albrecht Maurer lädt ein zum freien Spiel mit Besinnung auf die eigenen Wurzeln, die Spieler*innen bringen sich selbst ein und ihre Geschichte.  

        Xu Fengxia spielt traditionelle chinesische Musik und zeitgenössische Musik u.a. im Ensemble recherche. Ihr Schwerpunkt ist jedoch die freie Improvisation, hier arbeitet sie in diversen Gruppen, z.B. im Trio mit Wu Wei und Günter Baby Sommer. Taiko Saito komponiert Neue Musik und ist  sowohl in der klassischen- als auch in der Jazz Musikszene aktiv, hier u.a. mit Mary Halvorson auf dem Jazzfest Berlin. Kerstin de Witt ist Spezialistin für Alte- und Neue Musik. Sie ist Professorin an der HfMT Köln und Mitglied von Flautando Köln. Hier spielt sie weltweit, zuletzt auf dem Schleswig-Holstein Musik Festival. Albrecht Maurer ist auf vielfache Weise aktiv. Er spielt zeitgenössischen Jazz, komponiert Neue Kammermusik und ist als Fidelspieler Mitglied des Pariser Ensembles Dialogos. Für Beyond The Roots hat er exklusiv dieses Quartett zusammengestellt.

10. Juni 2021

Beyond The Roots feat. Murat Coşkun


Annette Maye – Klarinette, Bassklarinette

Bassem Hawar – Djoze

Albrecht Maurer – Violine

Hindol Deb – Sitar

Kioomars Musayyebi – Santur

Murat Coşkun – Rahmentrommel

Fundiert auf seinem Studium der Orientalistik und Musikethnologie vermittelt der international renommierte Perkussionist Murat Coşkun zwischen den musikalischen Welten des Orients und Okzidents, schöpft aus einem großen Musikrepertoire unterschiedlichster Kulturen und engagiert sich in vielen Stilrichtungen wie Weltmusik, Klassik, Alte Musik, Jazz und Neue Musik. Immer wieder wird er als Solo-Perkussionist von renommierten Orchestern wie z.B. dem Freiburger Barockorchester, den NDR Radiosymphonikern oder dem Tonkünstler Orchester Österreich eingeladen. Er ist seit 2004 Perkussionist bei Giora Feidman und arbeitet regelmäßig in Projekten mit international renommierten Musikern wie Glen Velez, Michel Godard, Enrique Ugarte oder Gianluigi Trovesi.

        Beyond The Roots feierte als Ensemble ihr Debut auf dem Multiphonics Festival 2020. Das Kollektiv hat sich zum Ziel gesetzt, auch mit Gastmusikern zusammen zu arbeiten. Beyond The Roots freut sich auf die Zusammenarbeit mit Murat Coşkun und die Erweiterung des Ensembles um einen der großen Perkussionisten unserer Tage.

Im September

Duo Doyna 


Annette Maye – Klarinette, Bassklarinette 

Martin Schulte – Gitarre

Auf Basis traditioneller Festtagsmusik osteuropäischer Juden und sephardischer Themen entwickelte das Duo Doyna in seiner 15-jährigen Geschichte einen sehr individuellen Klang. Die Melodien, über Jahrhunderte hinweg verschmolzen mit Bauerntänzen, werden zur Grundlage für die Entwicklung eines völlig neuen Klangbildes. Die vielseitige Ausbildung der beiden Musiker*innen, u.a. mit Studien im Jazz, der improvisierten und zeitgenössischen Musik, werden hierbei zum Werkzeug der Transformation. Musikalische Themen werden frei improvisatorisch behandelt, teils dekonstruiert und reharmonisiert. In der Miniaturbesetzung ohne Rhythmusgruppe experimentiert das Duo gerne mit dem Element des Rhythmus. Der Bandname bezieht sich auf die ursprüngliche Hirtenmelodie „Doina“, die im Klezmer als improvisierte Introduktion vor einem nachfolgenden, rhythmischen Musikstück wichtig wurde. Das Duo Doyna sucht ständig nach Wegen zu Abstraktion und Weiterentwicklung des Themas „Klezmer“ unter dem bereichernden Einfluss aktueller Musikformen.

Im September

Duo Celsant


Poolad Torkamanrad – Santur

Katharina Hoffmann – Cello

Das Duo „Celsant“ bietet eine musikalische Begegnung zwischen Orient und Okzident zum Nouruz und Frühlingsanfang. Sowohl orientalische Rhythmen und Harmonien persischer Musik als auch Klänge aus Minimal Music und westlicher klassischer Musik verbindet das Duo in seinen Improvisationen und Kompositionen. Sie spielen die Instrumente Santoor, ein persisches Saiteninstrument, und Cello, verbunden im Namen „Celsant“. Im Jahr 2012 gründeten Poolad Torkamanrad und Katharina Hoffmann das Duo in Köln, um eine gemeinsame musikalische Sprache zu finden, die die kulturellen Wurzeln beider Musiker und zugleich experimentelle neue Klänge verknüpft. Die eigenen Kompositionen und Improvisationen des Duos bewegen sich zwischen europäischer klassischer Musik und orientalischen Rhythmen und Melodien. Es sind abwechslungsreiche Stücke von meditativ-repetitiven Klängen bis hin zu impulsiver Virtuosität. Die Musiker werden etwas zur Entstehung ihrer Stücke sagen und die Spielweise des Santoors erklären.

16. September 2021


Podiumsdiskussion 

Bewahren, Rekonstruieren, Weiterdenken – Strategien des Umgangs mit dem immateriellem Kulturerbe von Minderheiten in Südosteuropa 


Der Kölner Kulturverein URACult e.V. hat sich zur Aufgabe gemacht, den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den Ländern Südosteuropas zu fördern. Seit sieben Jahren bietet URACult bekannten und aufstrebenden Kunstschaffenden eine Bühne in Köln.


Vor dem Konzert wird die von der Südosteuropa Gesellschaft e.V. Gesprächsrunde: „Kultur und Musik der Arbanasi in Kroatien - Kulturell-Sprachliche Perspektiven auf die vergessenen Minderheiten in Südosteuropa“ mit den Musikerinnen Bušić und Ivković und anderen Teilnehmern stattfinden.


1. Konzertteil:

Dina e Mel 

Dina Bušić – Gesang

Melita Ivković – Gitarre




Diesmal kommen die Musikerinnen Dina Bušić und Melita Ivković nach Köln, um ihr Projekt „Bërbili“ (Nachtigall) zu präsentieren. „Bërbili“ ist eine Sammlung vergessener Lieder der Arbanasi, eine in Zadar lebende Minderheit deren Vorfahren im 18. Jahrhundert aus dem Norden Albaniens nach Kroatien kamen. Dieses kulturträchtige Album, haben wir der Neugierde und der langjährigen und unermüdlichem Forschungsarbeit des Duos Bušić/Ivković aber auch dem Zufall zu verdanken. Dina Bušić, selbst eine Nachfahrin der Arbanasi, entdeckte im Rahmen einer Arbeit an alten Liedern durch den Austausch mit ihren Großeltern den musikalisch reichhaltigen Schatz der Arbanasi. Es folgten lange Forschungen, bei denen verschiedene Musik- und Sprachexperten sowie Historiker mitwirkten. Im Jahr 2018 begannen die Aufnahmen in der Marijina Kirche auf der Insel Zlarina und herauskam eine „originelle und authentische mediterrane-orientalische musikalische Geschichte“ wie die kroatische Musikkritik das Album bezeichnete. Dieses Album ist auch ein wertvoller Beitrag für die Erhaltung der Sprache der Arbanasi, die nach Schätzungen der UNESCO eine der meistbedrohten Sprachen Europas ist.


Dina Bušić (Gesang) und die Ausnahmegitarristin Melita Ivković, werden im Alten Pfandhaus einige dieser Arbanasi-Lieder vorstellen.


In Kooperation mit URACult e.V. 

2. Konzertteil:

16. September 2021

Compás a Tres 


Eva Folch – Gesang

Daniel Manrique-Smith – Flöten, Cajón

Daniel de Alcalá – Gitarre

“Compás a Tres” ist ein international besetztes Flamenco-Jazz Trio. Die aus Barcelona stammende Sängerin Eva Folch zeigt mit ihren kongenialen Partnern Johann May (Deutschland) an der Gitarre und Daniel Manrique-Smith (Peru) an verschiedenen Querflöten kompromisslose Spielfreude und südländisches Temperament. Die drei Musiker lieben den Wandel, die Improvisation, das Ausschöpfen aller denkbaren Möglichkeiten ihrer Musikalität. In ihren Konzerten verschmelzen anmutige Melodien, rhythmische Expressivität und höchste Virtuosität in so spielerischer Leichtigkeit, wie sie nur selten anzutreffen sind. Zugleich ist die Musik zutiefst zeitgenössisch. Diese Mischung ist es, die den Zuhörer mit ihrer Lebendigkeit und Vielseitigkeit fesselt.

01.10. 2021 Domicil Dortmund

02.10. 2021 Altes Pfandhaus


YOM + IXI 

In Kooperation mit dem 

Multiphonics Festival


Yom – Klarinette, Komposition

Régis Huby – Violine, Arrangements

Albrecht Maurer – Violine

Guillaume Roy – Viola, Arrangements

Frédéric Deville – Violoncello


Yom ist maßlos, ohne anmaßend zu sein, unersättlich, ohne gierig zu sein, absolut, ohne sich als vollendet zu verstehen. Der Klarinettenvirtuose hat sich nichts weniger als der Suche nach dem Absoluten verschrieben, lotet musikalische Ästhetiken ständig neu aus, versetzt die vielfältigsten Klangtexturen in überraschend „andere“ Verhältnisse. Seine Reise führt ihn von den eigenen, traditionellen Klezmer-Interpretationen über Rock und Americana, klassische, zeitgenössische und elektronische Musik hin zu den grenzenlosen Möglichkeiten des Streichquartetts. Wobei er nie seine persönliche Vision von Musik aus den Augen verliert: die Annäherung an die menschliche Seele, das Bedürfnis nach Universalität und Spiritualität. Besonders das Streichquartett hat Yom immer wieder erneuert, wobei das 1994 von Régis Huby und Guillaume Roy gegründete Quatuor iXi zum kongenialen Partner wurde. Ihr Projekt „Illuminations“ verdichtet zum vorläufigen Höhepunkt: ein Werk zwischen westlicher klassischer Musik, zeitgenössischer Musik und der modalen Musik Osteuropas und des Nahen Ostens, angereichert mit dezenten Einflüssen von Pergolesi, Bach, Ligeti und Schostakowitch, vor allem aber dem markanten Klang von Yoms Hybridklarinette.

3. Oktober 2021

Mohamed Najem Quartet

 In Kooperation mit dem 

Multiphonics Festival


Mohamed Najem – Klarinette, Ney

Clément Prioul – Klavier, Orgel

Arthur Henn – Kontrabass

Baptiste Castets – Schlagzeug

Virtuos verbindet auch Mohamed Najem den Jazz mit orientalischen Einflüssen. Die kraftvoll pulsierende, an Klangaromen reiche Musik seines 2016 gegründeten Quartetts überführt die Musik des Nahen Ostens in eine neue musikalische Sprache. Damit verkörpert Najem, Komponist, Klarinettist und Ney-Spieler, eine neue Generation talentierter Musiker aus dem Nahen Osten. Geboren in Jerusalem, studierte er am Konservatorium im französischen Angers und unterrichtete Klarinette und Ney an der ESNCM in Ramallah, Nablus und Bethlehem. 2011 war er eines der Gründungsmitglieder des Palestine National Orchestra, zudem war er mehrere Jahre Solist im Palestine Youth Orchestra. Heute lebt er in Paris, wo sein Quartett Mohamed Najem & Friends ein längst etablierter und geschätzter Bestandteil der Jazzszene ist.

28. Oktober 2021

Duo Melodic


Saad Mahmood Jawad – Oud

Bassem Hawar – Djoze, Kniegeige

Als die Brüder Saad und Bassem Mahmood in Bagdad noch gemeinsam Musik machten, gründeten sie das fünfköpfige Ensemble „Melodic“, mit dem sie bis 1999 konzertierten. Dann verließen beide den Irak. Der Oud-Virtuose Saad lebt und arbeitet heute in Bahrain. Bassem hat sich als Meister der Djoze in Deutschland einen Namen gemacht. Über die Musik sind die Brüder damals wie heute eng verbunden und haben sich in ihr eine gemeinsame Heimat bewahrt. Seit 2002 spielen sie als „Duo Melodic“ zusammen und blicken auf Konzerte in Jordanien, Bahrain, Frankreich und Deutschland zurück. Ihre Kompositionen sind inspiriert von südirakischen Volksliedern und von klassischem Maqam aber auch von vielfältigen Klängen aus anderen orientalischen Ländern, die sie bereist haben. Beide Künstler haben auf ihren alten Instrumenten moderne Spieltechniken entwickelt und perfektioniert. Sie transportieren in ihrem gemeinsamen Programm die Seele der alten orientalischen Musik in einen modernen Kontext. 

02. Dezember 2021

Altes Pfandhaus


„Ancient Future Five“

Modern Crossover


Ian Harrison – Dudelsack, Zink, Schalmei

Annette Maye – Klarinette, Bassklarinette

Norbert Rodenkirchen – Flöten, Harfe

Albrecht Maurer – Violine, Fidel, Rebec

Murat Coşkun – Rahmentrommeln

Das Projekt Ancient Future Five ist ein Zusammentreffen von fünf Musiker*Innen, die sowohl ihre gemeinsame Liebe zu Experiment und Improvisation eint, als auch ihre Betätigungsfelder in Alter und transkultureller Musik. Alle fünf Mitspieler*Innen gelten auf ihren Gebieten international als herausragende Persönlichkeiten.

Murat Coskun ist einer der weltweit besten Rahmentrommelspieler, leitet seit 15 Jahren mit Tamburi Mundi eines der wichtigsten Perkussion-Festivals der Welt und tourt regelmäßig mit Größen wie Giora Feidman oder Hille Perl. Ian Harrison verbindet eine lange gemeinsame Wegstrecke mit Norbert Rodenkirchen und Albrecht Maurer. Alle drei sind herausragende, international tätige Interpreten der Alten Musikszene, die charakteristischerweise Improvisation und Einflüsse des Jazz und der Neuen Musik in ihre Darbietungen einfließen lassen. Sie treten regelmäßig an Spielorten wie der Kölner Philharmonie, der Carnegie Hall oder dem New Yorker Lincoln Center auf. Annette Maye ist seit 2013 künstlerische Leiterin des Multiphonics Festivals für kreative Klarinettenmusik, spielte und tourte in über 50 Ländern mit Musiker*Innen wie Gianluigi Trovesi, der WDR Bigband, der HR Bigband, Concerto Köln, dem Regisseur Robert Wilson, und den Tonkünstlern Niederösterreich.  

 

Alle Musiker*Innen haben bereits eine lange und abenteuerliche Reise hinter sich, haben sich in verschiedenen Epochen und unterschiedlichsten Region der Musik bewegt und kennen ihr Metier. Jeder bringt aus seinem musikalischen Kosmos Ideen, Stückwerk oder ganze Kompositionen. Daraus kreieren sie einen neuen Flow, Aufbruch in eine neue Zukunft, eine Zeit der Verständigung. 



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